Unsere Forschungsschwerpunkte

Frau und Kind mit EEG-Kappen in Spielsituation

 Wie lernen Kinder in sozialen Situationen?

Kind und Frau beim Spielen

Wenn Menschen miteinander kommunizieren stimmen sie sich unbewusst aufeinander ab. Sie passen ihr Verhalten, ihre Gestik und Mimik und – wie aktuelle Studien zeigen – sogar ihre rhythmische Gehirnaktivität aneinander an. Miteinander auf "einer Wellenlänge" zu sein, könnte für erfolgreiche Kommunikation fundamental wichtig sein. Trifft das aber auch auf Kinder zu? Findet auch zwischen Kindern und Erwachsenen eine Abstimmung im Verhalten und auf neuronaler Ebene statt und hängt davon ab, ob das Kind in der Interaktion etwas lernt?

Im zentralen Forschungsprojekt der Gruppe untersuchen wir soziales Lernen in dynamischen Live-Interaktionen zwischen Kindern und Erwachsenen. Wir gehen der Frage nach, welche Mechanismen soziales Lernen in der frühen Entwicklung bedingen und wie wir Kinder und ihre Bezugspersonen dabei unterstützen können.

Publikationen

  • Hoehl, S., Michel, C., Reid, V. M., Parise, E., & Striano, T (2014). Eye contact during live social interaction modulates infants’ oscillatory brain activity. Social Neuroscience, 9(3), 300 - 308 [DOI]
  • Pauen, S., Träuble, B., Hoehl, S., & Bechtel, S. (2015) Show me the world: Object categorization and socially guided object learning in infancy. Child Development Perspectives, 9(2), 111 - 116 [DOI]

 Wie lenken Babys ihre Aufmerksamkeit?

Frau und Kind mit EEG-Kappe in Spielsituation

Babys orientieren sich schon kurz nach der Geburt in Richtung anderer Menschen. Dies ist wichtig, um erste Beziehungen zu den Bezugspersonen aufzubauen, hilft dem Säugling aber auch, die vielfältigen neuen Sinneseindrücke zu strukturieren und seine begrenzten Aufmerksamkeitsressourcen auf Dinge zu lenken, die bedeutsam sind. Wir untersuchen mittels Eye Tracking, welche Reize die Aufmerksamkeit von Babys besonders effektiv auf Gegenstände und Ereignisse in der Umgebung lenken. Dabei interessieren uns vor allem die Mechanismen und Entwicklungsprozesse, die dazu führen, dass soziale Hinweisreize wie z. B. Augen von Babys in besonderem Maße beachtet werden.

 

Publikationen

  • Michel, C., Stets, M., Parise, E., Reid, V. M., Striano, T., Hoehl, S. (2015). Theta- and alpha-band EEG activity in response to eye gaze cues in early infancy. NeuroImage 118, 576 - 583
  • Hoehl, S., Wahl, S., Pauen, S. (2014). Disentangling the effects of an adult model's eye gaze and head orientation on young infants' processing of a previously attended object. Infancy 19(1), 53 - 64
  • Hoehl, S., Wahl, S., Michel, C., Striano, T (2012). Effects of eye gaze cues provided by the caregiver compared to a stranger on infants' object processing. Developmental Cognitive Neuroscience 2(1), 81 - 89

 Wie erleben Jugendliche den Übergang ins Erwachsenenalter?

Drei junge Erwachsene unterhalten sich in einer Parkanlage

In diesem Schwerpunkt beschäftigen wir uns unter anderem damit, wie angehende Erwachsene den Übergang von der Adoleszenz ins Erwachsenenalter erleben. Dabei interessieren uns folgende Aspekte: In welchem Ausmaß fühlen sich angehende Erwachsene bereits erwachsen? Wie erleben angehende Erwachsene den Übergang von der Adoleszenz ins Erwachsenenalter? Welche Kriterien schätzen angehende Erwachsene als notwendig ein, um als erwachsen zu gelten? Wie erleben Heranwachsende ihre Beziehung zu den Eltern im Übergang ins Erwachsenenalter? Welche Rolle haben Eltern im Erleben subjektiver Kompetenz auf Seite der Heranwachsenden im Umgang mit Finanzen?

Publikationen

  • Sirsch U., Dreher E., Mayr E., Willinger U. (2009). What does it take to be an adult in Austria? Views of adulthood in Austrian adolescents, emerging adults, and adults. Journal of Adolescent Research, 24, 275-292. [DOI]
  • Zupančič, M., Friedlmeier, W., Puklek Levpušček, M., Sirsch, U., Bruckner-Feld, J., & Horvat, M. (2014). Perceptions of achieved criteria for adulthood among Austrian, Slovene, and U.S. students. Sage Open, 4, 1–12. [DOI]