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OUT OF AFRICA
Early Childhood in the Rural Area around Zomba in Malawi

02.05.-03.05.2016 Senatssaal, University of Vienna

Im Rahmen eines internationalen Workshops mit dem Titel „Out of Africa: Early child­hood in the rural area of Zomba in Malawi“ wurden die ersten Forschungsergeb­nisse in Auswertung von zwei Exkursionen einer ausgewählten universitätsexternen Fachöffentlichkeit sowie vor dem Fachkollegium und der Studentenschaft der Universität Wien präsentiert.

Die Exkursionen waren 2011 und 2013 unter der Leitung von Lieselotte Ahnert mit insgesamt 14 Studierenden der Fakultät für Psychologie der Universität Wien durchgeführt und durch Limbika Maliwichi-Senganimalunje vom Chancellor College der Universität Zomba in Malawi und neun ihrer Studierenden flankiert worden. Das Forschungsziel bestand darin, das Aufwachsen von Kindern unter den traditionellen Betreuungsformen der Familiensysteme Malawis zu beobachten, so wie sie auch in Europa in der Vergangenheit vorhanden waren. Die zentrale Frage dabei war, wie das Kind multiple Betreuungsmuster verarbeitet und welchen Einfluss dies auf die (evolutionär angelegte) Mutter-Kind-Bindung und dessen soziale Entwicklung hat. Die Beantwortung dieser Frage erschien uns deshalb von besonderem Interesse, da die Entwicklung junger Kinder in der europäischen Kindheitsforschung an die überschau­baren Betreuungsabläufe einer Kernfamilie gebunden und multiple Betreuungsformen durch Hinzunahme außerfamiliärerer Angebote eher abgelehnt werden. 

Zum Workshop eingeladen waren Limbika Maliwichi-Senganimalunje, aber auch Gäste aus den USA und Israel, die das Aufwachsen von Kindern in eigenen Studien kulturver­gleichend untersucht, vor allem dabei jedoch multiple Betreuungssysteme in den Blick genommen haben. Diese Spitzenwissenschaftler/innen warteten mit Carol Worthmann (Emory University/USA), Avi Sagi-Schwartz (Haifa University/Israel) und German Posada (Purdue University/USA) mit eigenen Beiträgen auf und initiierten Diskussionen, die die verschiedensten Perspektiven aus der Anthropologie, Entwick­lungspsychologie, Kind­heits- und Bindungsforschung miteinander verknüpf­ten. So entwickelten sich letzt­endlich unter den Teilnehmer/inne/n spannende Diskussionsforen, die mit „Meet the Scientists“ am letzten Abend ihren Höhepunkt fanden.

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Letzte Änderung: 20.05.2016 - 09:28